Blutungsneigung, Thrombopenie
>> Was ist die Ursache, dass ich leichter blute als andere?
>> Warum sind die Thrombozyten vermindert und was tut man dagegen?
Was ist die Ursache, dass ich leichter blute als andere?
Blutgerinnungsstörungen, die mit einer Blutungsneigung einhergehen, sind nicht selten. Sie können als Folge anderer Krankheiten (z. B. Leber-, Blut- oder Nierenerkrankungen) auftreten, aber auch auf angeborene Veränderungen des Gerinnungssystems zurückzuführen sein. Die häufigste angeborene Gerinnungsstörung, die mit einer Blutungsneigung einhergeht, ist das von Willebrand-Syndrom. Der von Willebrand-Faktor ist ein wichtiger Bestandteil des Gerinnungssystems und bewirkt, dass die Blutplättchen (Thrombozyten) eine Gefäßverletzung abdichten. PatientInnen mit von Willebrand-Syndrom können bei Operationen verstärkt bluten oder haben häufig verlängerte/stärkere Regelblutungen.
Warum sind die Thrombozyten vermindert und was tut man dagegen?
Eine Verminderung der Thrombozyten, die so genannte Thrombopenie, kann im Rahmen von Leber-, Blut- oder Infektionskrankheiten auftreten. Bei schwerer Thrombopenie treten Blutungen vor allem auf Haut und den Schleimhäuten auf. Die Thrombopenie bessert sich meistens, wenn die zugrunde liegende Erkrankung erfolgreich behandelt wird. Manchmal findet sich auch eine isolierte Thrombopenie, das heißt, dass nur die Thrombozytenzahl vermindert ist, die anderen Blutbefunde aber normal sind. Meistens hat diese Erkrankung eine immunologische Ursache. Oft ist eine Behandlung gar nicht erforderlich. Ist die Thrombozytenzahl sehr niedrig müssen Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken (z.B. Kortison), verabreicht werden. In den letzten Jahren wurden neue Therapien [Rituximab (Mabthera) oder rekombinantes Thrombopoeitin (N-Plate, Eltrombopag)] entwickelt.
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